Sind meine Turnschuhe Schuld am Klimawandel?

sneakersDie Umweltschutzorganisation Greenpeace hat heute eine Meldung veröffentlicht, wonach die Lederindustrie in Europa von der Zerstörung des Amazonas Regenwaldes profitiert.
Demnach werden rund 80 Prozent der abgeholzten Urwaldflächen im Amazonasgebiet dazu benutzt um dort Viehweiden für die Rinderzucht entstehen zu lassen.
Wie Du ja vielleicht schon weisst, trägt die Rinderzucht ebenfalls zum Klimawandel bei, weil die von den Kühen abgesonderten Blähungen überwiegend aus Methan bestehen, welches ein starkes Treibhausgas ist.

Wenn die Kühe dann geschlachtet werden, wird das Fleisch zwar überwiegend in Südamerika gegessen,
das Leder jedoch wird sehr billig nach China, Italien und Vietnam exportiert, wo sehr viele Schuhfirmen auch für den europäischen Markt produzieren. Hast Du schonmal in deine Turnschuhe geschaut, wo sie hergestellt worden sind?

Im Amazonas Regenwald ist die unvorstellbar grosse Menge von etwa 80 – 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert, würde man ihn komplett zerstören, so entspräche das dem 400-fachen CO2
Jahresausstoss von Deutschland.

Wenn Du also beim nächsten mal Turnschuhe kaufst, frag doch mal, wo das Leder dafür herkommt und ob der Regenwald dafür abgeholzt wurde. Oder geh mal auf die Homepage deines Turnschuh-Herstellers
und sende ihm eine mail mit der Frage nach der Herkunft des Leders…..

Natürlich sind auch noch andere für dieses Problem zuständig: „Greenpeace fordert die Industrieländer auf, einen internationalen Urwaldfonds einzurichten, der Tropenwaldländern wie Brasilien Geld für den Schutz Ihrer Wälder und des Klimas zahlt. Insgesamt müssen die Industrieländer 110 Milliarden Euro jährlich für den Kampf gegen den Klimawandel bereitstellen. Für Deutschland bedeutet dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro.“ (Zitat aus der Greenpeace Pressemeldung)

Quelle: Greenpeace Deutschland

3 Responses to “Sind meine Turnschuhe Schuld am Klimawandel?”

  1. […] auf den Greenpeace-Report zur Urwaldzerstörung durch Rinderzucht, über den wir im Artikel “Sind meine Turnschuhe Schuld am Klimawandel?” berichtet […]

  2. Franz sagt:

    Ein interessanter Aspekt, das mit der Herkunft des Turnschuhleders, doch ganz ehrlich: Schuhverkäufer/innen scheren sich doch einen Dreck darum herauszufinden, woher das Leder kommt. Geschweige denn würde man beim Schuhladen/-händler keine Antwort bzw. eine unzureichende Antwort bekommen und erst recht nicht auf die Frage, ob denn das Leder von Rindern stammt, die auf abgeholzten Urwaldflächen nun grasen!!! Frage in diesem Artikel ist also völlig unsinnig. Im Schuh steht höchstens aus welchem Leder und in welchem Land, der Schuh gefertigt wurde, nicht aber, woher das Leder stammt. Dann muss man meiner Meinung nach entweder ganz auf Lederschuhe verzichten oder eine intensive Recherche durchführen, welche Firmen wie und wo was produzieren lassen bzw. beziehen. Und wenn man schonmal dabei ist, kann man gleich mal recherchieren, ob diese Firma ihre Arbeiter mit Billiglöhnen abspeist bzw. Minderjährige ausbeutet.

  3. Es gibt auch Verkaufspersonal, das sich für die von ihm verkauften Artikel und deren Herkunft interessiert, bzw. wenn erstmal genug Fragen gestellt werden,
    wird es sich dafür interessieren. In der Outdoorbranche (zumindest für die kann ich hier aus erster Hand sprechen), ist es mittlerweile üblich in den Produkt-Workbooks der Händler, alle Angaben zur Herkunft und Verarbeitung der Materialien und Artikel aufzulisten. Das war nicht immer so, doch die Outdoor-Kunden haben kritisch nachgefragt, erst beim Händler und er dann beim Hersteller. Heute gehört es zum guten Ton, das diese Angaben freiwillig seitens der Industrie gemacht werden.
    Die Idee hinter den im Artikel kritisierten Zeilen ist, Kinder schon früh für eine kritische Verbraucherhaltung zu interessieren, denn der Kunde hat ein wahnsinniges Druckmittel gegen die Industrie: Sein Geld!
    Manche Firmen werben sogar schon mit ihrer Offenheit: http://www.openfactory.tatonka.com/

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